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Schon gewusst?

Willy Wellis erstaunliche Fakten über Wellensittiche


  • Wellensittiche sehen die Welt sehr viel bunter als der Mensch. Sie können sogar unterschiedliche Farbnuancen im UV-Bereich wahrnehmen, was unter anderem bei der Partnerwahl eine wichtige Rolle spielt. Ist ein Vogel in der Mauser, so strahlen die Hornscheiden der Federkiele besonders viel UV ab. Dadurch erkennen Wellis, welcher potentielle Partnervogel gerade mausert. Im Dunkeln gerät der Sehsinn des Wellensittichs jedoch schnell an seine Grenzen.
  • Wellis haben keine Ohrmuscheln. Die äußeren Ohröffnungen seitlich am Kopf werden vom Federkleid bedeckt. Von der äußeren Ohröffnung geht ein Gang direkt zum Trommelfell. Das Hörvermögen des Wellis stimmt ungefähr mit dem des Menschen überein.
  • Leistungssportler Wellensittich: Wellis haben ein besonders leistungsstarkes Herz. Bei großen Anstrengungen kann das Herz eines Wellis bis zu 600 mal pro Minute schlagen, das sind 10 Schläge pro Sekunde!
  • Durch feine Tastsinneszellen in den Füßen können Wellensittiche auch kleinste Erschütterungen des Untergrunds wahrnehmen. Dieses Frühwarnsystem schützt die wilden Wellensittiche in Australien vor sich heranschleichenden Beutegreifern.
  • Leichte Knochen tragen zum geringen Gewicht des Flugkünstlers Wellensittich bei. Die Knochen der Wellensittiche sind nicht wie bei Säugetieren mit Knochenmark gefüllt sondern weisen größtenteils mit Luft gefüllte Hohlräume auf, die auch mit den Luftsäcken in Verbindung stehen.
  • Bad im Möhrengrün
  • Wilde Wellensittiche baden aus Angst vor Beutegreifern praktisch nie an offenen Wasserstellen. Sie bevorzugen eher das Herumklettern in nassem Gras nach einem Regenschauer, um ihren Durst zu stillen. Auch manche domestizierten Wellis benetzen sich das Gefieder lieber nur leicht mit Wasser, zum Beispiel durch das Baden in nassem Möhrengrün.
  • Sowohl bei wildlebenden als auch bei domestizierten Wellis wurde teilweise beobachtet, dass sich die Vögel zur Gefiederpflege Pflanzenstoffe ins Gefieder reiben. Wilde Wellensittiche nutzen hierfür angeknabberte Eukalyptusblätter, Hauswellensittiche bevorzugen beispielsweise Basilikumblätter.

Zum Weiterlesen:
Esther Wullschleger Schättin: Wellensittiche verstehen und artgerecht halten