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06.09.2009: Sommerfest im Tierheim Marburg

Nicole (Nikilotta), Katja (hessenwellis), Claudia (Claudi), Antja (rowan) und Barabara (babsi)

Sonntag, der 6. September 2009 gegen 11.00 Uhr in Marburg: die Sonne kann sich noch nicht entscheiden zwischen den Wolken hindurchzublinzeln, doch wenigstens verschont uns der am Vortag noch kübelweise gefallene Regen. Katja und ich nehmen auf unseren Klappstühlen Platz und nippen an unseren Kaffeebechern. Vor uns ein liebevoll dekorierter Frischkost-Korb, Kräuter und Golliwoog in Töpfen, ein mit feuchten Salatblättern ausstaffiertes Badehäuschen, selbst gebackene Wellikekse, portionsgerecht verpackt in kleine Tütchen mit dem Rezept zum Nachbacken, ein zum Klettern einladender Korkenzieherast, an dem bunte Spielzeuge baumeln, daneben ragen quietschgrüne Welli-Stecklinge keck aus Gläsern mit Futtermischungen, Saaten, Grit und verschiedenen Einstreusorten. Rechts von uns das Piktogramm eines einzelnen Wellis, dem die Tränen über die Kehltupfen kullern, ein Einzelkämpfer inmitten lebloser Plastikkameraden, in einem Käfig, der kaum für einen Flügelschlag reicht. Er übermittelt unsere Botschaft gegen Einzelhaltung: So nicht!

Standansicht Standansicht

So sieht unser erster Infostand in der Region Nord- und Mittelhessen aus, für die ich im Sommer 2009 für den VWFD das Amt Regionalleiterin übernehmen durfte. Hinter uns liegt ein Jahr regelmäßiger Welli-Stammtische, ins Leben gerufen von Claudia und Barbara.
Mit Blick auf das Tierheim-Sommerfest entstand unsere Idee, die am Tierschutz interessierten Besucher über die Bedürfnisse der kleinen gefiederten Australier aufzuklären, in der Hoffnung, so vielleicht dem ein oder anderen Stubenwelli sein Leben etwas abwechslungsreicher zu gestalten.

Zubehör Standpersonal

Die Zeit vergeht buchstäblich wie im Flug. Nach den ersten vorsichtigen Blicken einiger Besucher entstehen kurze Gespräche, Wellikekse werden verteilt, die Infomappe wird gewälzt, viele Wellensittichhalter verlassen unseren Stand mit dem Vereinsflyer des VWFD und verschiedenen Infomaterialien zur Ernährung, zum sicheren Freiflug und zur Partnersuche für Wellis. Für eine Familie, die bislang nur einen Welli hält, eröffnet sich eine ganz neue Perspektive auf das Leben ihres zwitschernden Mitbewohners: vielleicht tröstet den kleinen Kerl unsere – menschliche – Gesellschaft doch nicht über das Nichtvorhandensein eines Artgenossen hinweg, mit dem er zusammen kuscheln, schmusen und auf Entdeckungstour gehen kann?

Einige Stunden später sind Claudia, Katja, Antje und ich uns einig: besser hätte es nicht laufen können. Die ersten Schritte gegen Einzelhaltung und für das Welliwohl sind in unserer Region gemacht.

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