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Notfall einer Zuchtauflösung in Fulda

Ende Dezember 2009 erhielt der VWFD über eines seiner Mitglieder eine Hilfsanfrage. Eine Züchterin musste aus gesundheitlichen Gründen ihre Zucht auflösen und bat den Verein um Hilfe bei der Vermittlung. Da rund 40 Wellensittiche davon betroffen waren, bedeutete dies eine große Herausforderung. Aber nach einigen Vorbereitungen konnte der Verein anbieten, die Vögel für die weitere Vermittlung aufzunehmen.

Doch zunächst sah es so aus, als würde sich eine andere Lösung finden, denn die Züchterin erhielt ein privates Angebot zur Übernahme ihres kompletten Schwarms. Der Fall schien erledigt.
Ende Januar 2010 wurde er dann erneut aktuell, denn die Interessenten hatten ihr Angebot plötzlich zurückgezogen. Da die Zeit drängte, bat die Züchterin darum, die Wellensittiche nun doch dem Verein zur weiteren Vermittlung übertragen zu können.

die kleine Familie bedurfte besonderer Aufmerksamkeit

Die Drähte der für die Vermittlung zuständigen Tierschutz AG liefen heiß, als ihre Mitglieder sich bemühten, schnellstmöglich Helfer vor Ort und Pflegeplätze zu organisieren. Gleichzeitig wurden bei der Züchterin zusätzliche Informationen über den Schwarm eingeholt, die bei der Verteilung der Tiere auf die Pflegestellen und ihre spätere Vermittlung von großer Bedeutung waren. Erfragt wurden der Gesundheitszustand des Schwarmes (z. B. chronische Erkrankungen oder Behinderungen) und das Alter der Jungvögel. Besonderes Augenmerk galt der Frage, ob es gerade brütende oder mit der Aufzucht von Jungen beschäftigte Paare gäbe. Denn gerade Familien können nur transportiert werden, wenn die Küken ein bestimmtes Alter erreicht haben, damit ihr Leben und der Familienzusammenhalt nicht gefährdet werden. Es stellte sich dabei heraus, dass es eine junge Familie gab, deren Küken kein langer Transport zugemutet werden konnte.

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Über das Forum wurden weitere Pflegestellen gesucht, ebenso wie Transporte von Fulda zu diesen Pflegestellen. Gleichzeitig sollte die Vermittlung so früh wie möglich gestartet werden, in der Hoffnung, für einige Tiere direkt ein endgültiges Zuhause zu finden, so dass sie nicht erst den Umweg über eine Pflegestelle machen mussten. Leider spitzte sich die Lage dramatisch zu, so dass es nötig wurde, die Wellensittiche innerhalb einer Woche bei der Züchterin abholen zu können. In Windeseile wurden Transporte organisiert und die Pflegestellen kontaktiert, um die Vögel rechtzeitig abholen zu können.
Und es funktionierte: Die eine Hälfte der Wellis (unter ihnen die junge Familie) sollte in den Räumen Stuttgart und Frankfurt untergebracht werden, während die andere Hälfte des Schwarms nach Berlin ging, wo sie bei einem Mitglied zur Pflege aufgenommen werden konnten.

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Mitte Februar konnte dann der Transport in Richtung Stuttgart abgehen, der sein Ziel auch ohne Zwischenfälle planmäßig erreichte. Der am gleichen Tag startende Transport nach Berlin hatte leider nicht so viel Glück; er musste aufgrund eines LKW-Unfalls auf der Autobahn einen Zwischenstopp in Kassel einlegen, von wo er dann am folgenden Tag über Hannover nach Berlin gelangte.

Danach begann dann die aufregende Zeit der Vermittlung, denn alle Wellis sollten ja ein schönes neues Heim finden. Zum Glück liefen die Vermittlungen erfreulich gut, so dass bis Ende April 2010 auch die letzten Wellensittiche in ihr neues artgerechtes Zuhause umgezogen waren.

Unser Dank gilt den unermüdlichen AG-Mitgliedern, deren Köpfe bei diesem Fall das eine oder andere Mal mächtig rauchten,den Helfern vor Ort (Claudi/Claudia, Nikilotta/Nicole und Hessenwellis/Katja), den Fahrern (Eva/Eva33, Astrid/Basilikum, Manfred, Steffi/Steffi-Lotte, Claudia/Wellifee), den Pflegestellen (Eva/Eva33, Claudia/Wellifee, Kerstin/Petfriend, Silvia/Puppi) und nicht zuletzt den neuen Haltern, die bereit waren, den Fuldaern ein neues Zuhause zu geben!