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Anatomie und Sinne

Außenmerkmale

1.Schnabel (Ober- /Unterschnabel)
Der Schnabel besteht aus dem Ober- und Unterschnabel und gilt als knöcherne Grundlage (Ober- / Unterkiefer). Diese sind mit einer Hornsubstanz überzogen.

2.Bartfleck

3.Kehltupfen

4.Kehle

5.Brust

6.Schulter / Flügelbug

7.Bauch

8.Flanke

9.Bein / Ständer
Bestehend aus Lauf, Zehen und Krallen.

Es gibt vier Zehen, wobei zwei Zehen nach vorne (2. + 3.) und zwei Zehen nach hinten
(1. + 4.) angeordnet sind (zygodactyle Anordnung).

Die Krallen geben einen festen Halt an Bäumen und helfen beim Landen festen Halt zu finden. Durch Benutzung von Naturästen nutzen sich die Krallen von allein ab. Sollten diese doch einmal zu lang sein, sollte man einen Tierarzt aufsuchen, der die Krallen dann kürzt.

10.Kloake
Die Kloake ist ein Ausscheidungsorgan, Reste von verdauter Nahrung und Urin werden hierdurch ausgeschieden - gesunder Kot ist zusammen mit Darm (grün) - und Nierenanteil (weiß) pastenartig geformt.
Sie dient weiter zur Aufnahme von Samenflüssigkeit und ist auch zur Abgabe von Eiern bestimmt.

11.Steiß und Unterschwanzdecken

12.Schwanz / Steuerfedern
Sie dienen zur Steuerung im Flug.

13.Nasenlöcher
Die Nasenlöcher sitzen in der Wachshaut oberhalb des Schnabels und dienen zum Atmen. Sollten diese einmal verstopft/zu sein, müssen diese von einem Tierarzt wieder aufgemacht werden, damit der Wellensittich wieder richtig atmen kann

14.Stirn

15.Oberkopf

16.Wachs-/Nasenhaut
Die Wachs-/Nasenhaut schützt die Nasenlöcher und dient zur Geschlechtbestimmung. Diese liegt oberhalb des Schnabels. Anhand der Färbung kann diese mitteilen, ob der Wellensittich ein Weibchen oder Männchen oder ob dieser krank ist. Bei Weibchen zeigt sich ein braun oder/und ein hellblau, bei Männchen ist sie kräftig blau oder/und rosafarben.

17.Auge

18.Ohren
Die Ohren sitzen links und rechts neben den Augen, bestehen nur aus einer kleinen Öffnung und werden von den Federn bedeckt.

19.Nacken

20.Vorderrücken

21.Rücken

22.Unterrücken

23.Bürzel
Der Bürzel ist die hintere Rückenpartie. Auf diesem sitzt die Bürzeldrüse (siehe hierzu Organe: H.)

24.Flügel (Extremität) bestehend aus:
1) Handschwingen
2) Handdecken
3) Daumen-/Nebenfittich
4) Armschwingen
5) Gr. Armdecken
6+7) Mittlere u. kleine Flügeldecken
8) Schirmfedern
9) Schulterfedern


Organe

A. Kropf
Der Kropf ist eine Aussackung der Speiseröhre am Hals unmittelbar vor dem Brusteingang. Dieser dient zum Vorquellen der Nahrung mit Speichel.

B. Luftsack
Die Luftsäcke sind dünnwandige Anhänge der Lunge. Diese führen die Luft wie Blasebälge durch die Lunge. Es gibt eine Ein-/Ausatmung, diese wirkt aber nicht direkt auf die Lunge. Die Luftsäcke sind auch an der Stimmbildung beteiligt.

C. Darm und Nieren, Legedarm
Nieren: Diese sitzen links u. rechts an der Wirbelsäule. Sie besteht aus jeweils drei Nierenlappen. Der Harnleiter jeder Niere leitet die Exkretstoffe in den mittleren Kloakenabschnitt.

Legedarm: Hier wird das fertige Ei um den Dotter produziert und wird durch die Kloake nach draußen transportiert.

D. Leber

E. Körpertemperatur
Die Normaltemperatur beträgt 40°C, kann aber auch abgesenkt werden um Energie zu sparen.

F. Knochen
Einige Knochen haben Hohlräume, die mit Luft gefüllt sind.

G. Herz
Das Herz führt den Sauerstoff von den Lungen zu den Zellen und transportiert das Kohlendioxid aus Zellen zu den Lungen ab.

H. Bürzeldrüse
Die Bürzeldrüse liegt auf der Rückenpartie (Bürzel) und ist eine Hautdrüse. Diese bildet und sondert Sekret ab und wird mit dem Schnabel / Beinchen im Gefieder verteilt. Dies ist ein Bestandteil der Gefiederhygiene.

I. Magen
Der Magen wird unterteilt in:

Drüsenmagen: hier werden Enzyme und Säuren gebildet, um die Eiweißverdauung durch Salzsäure vorzubereiten. Nachgeschaltet ist der Muskelmagen.

Muskelmagen: dieser ist für die mechanische Zerkleinerung der Nahrung zuständig. Er ersetzt die Funktion der Zähne. Hier wird die Nahrung gespeichert und die erste Verdauung findet statt. Die Drüsen sondern ein Sekret ab, was aushärtet und als Reibeplatte dient. Durch die Aufnahme von Grit kann auf der Reibeplatte die Nahrung zermahlen werden.

Sinne

Der Seh- und Hörsinn sind gut entwickelt, die anderen Sinne haben eine untergeordnete Rolle. Beim Fliegen ist der Gleichgewichtssinn bedeutend – sicherer Flug und Orientierung.

I. Sehen
Wellensittiche können mehr Bilder pro Sekunde verarbeiten als wir Menschen. Daher sollte man Lampen verwenden, die mit deutlich mehr als 150 Hertz betrieben werden, da sonst ein Flackern wahrgenommen wird.

Außerdem können Wellensittiche auch UV-Licht (ultraviolettes Licht) sehen. Das UV-Licht wird vom Gefieder reflektiert, daher sehen die Wellensittiche das Gefieder auch etwas mit anderen Augen. Dies hilft bei der Partnerwahl.

II. Magnetsinn
Zugvögel besitzen einen Magnetsinn. Dieser sitzt im Auge des Vogels und/oder im Schnabel. Es dient zur Wahrnehmung des Erdmagnetfelds, welcher direkt umgesetzt und wie ein Kompass benutzt wird.

III. Hören
Der Hörsinn ist relativ gut entwickelt. Vögel haben keine Ohrmuscheln. Von der äußeren Ohröffnung geht ein Gang direkt zum Trommelfell. Durch intensive Kopfbewegung ist eine Schallortung möglich. Tiefe Töne bis 100 Hertz werden nicht wahrgenommen.

IV. Gleichgewichtsinn
Die Gleichgewichtsorgane sitzen im Ohr und im Becken (beim Sitzen wird die Körperlage analysiert). Sollte das Gleichgewichtsorgan im Becken zerstört sein, erfolgt keine Reaktion bei der Änderung der Haltung des Astes/Stange.

V. Geruchssinn
Einige Vogelarten haben ebenbürtiges Geruchsempfinden wie Menschen.

VI. Geschmackssinn
Der Geschmackssinn liegt im Zungengrund im Rachen. Dieser spielt eine untergeordnete Rolle gegenüber dem Tastsinn bei Nahrungsauswahl (je nach Vogelart).

VII. Tastsinn
Die Nahrungssuche und –aufnahme erfolgt durch den Tastsinn. Der Schnabel und die Zunge sind tastempfindlich. Es findet auch eine Orientierung mit den Zehen durch Tasten statt.

VIII. Vibrationssinn
Feine Sinneskörperchen am Fuß melden dem Vogel kleinste Erschütterungen (in der Natur werden Vögel durch dieses "Frühwarnsystem" auf Fressfeinde, wie beispielsweise Schlangen, aufmerksam gemacht). Ein Stellplatz auf dem Kühlschrank ist daher eine Qual.