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Animal Hoarding – Tiere “sammeln”

Vögel machen Dreck - mit der Beseitigung kann man schnell überfordert sein

Animal Hoarding ist eine psychische Erkrankung. Sie bezeichnet den schleichenden Prozess bei Menschen, die sich immer mehr Tiere in großer Anzahl anschaffen. Die Gründe hierfür können vielfältig sein (z. B. ausgeprägtes Helfersyndrom gegenüber Tieren, soziale Isolation). “Animal Hoarder” sind irgendwann nicht mehr in der Lage, ihre Tiere adäquat und artgerecht zu versorgen. Die Unterkünfte von Mensch und Tier sind häufig massiv verdreckt - ein behördliches Eingreifen ist manchmal unumgänglich. Einem “Animal Hoarder” fehlt meist die Fähigkeit zu erkennen, mit der eigenen Situation überfordert zu sein. Viele bezeichnen sich selbst als Tierschützer und sehen in ihrem Handeln einen aktiven Beitrag zum Tierschutz.

Mucki ist auch ein Animal Hoarding Opfer

Das Animal Hoarding stellt für alle Tierschutzorganisationen ein sehr großes Problem dar, weil es sich zumeist um sehr viele Tiere handelt, die nach ihrer Rettung in Tierheimen und ähnlichen Organisationen eine Zwischenunterkunft und auch eine ärztliche Erstversorgung finden müssen. Viele Einrichtungen sind damit überfordert und können dies nicht leisten. Meist sind die Tiere auch gesundheitlich angegriffen, so dass hohe Tierarztkosten für die betreffenden Organisationen entstehen. Dazu kommt noch, dass viele dieser Tiere aufgrund der schlechten Haltungsbedingungen psychisch angegriffen und somit nicht leicht weiterzuvermitteln sind.

Letztlich bedarf es der Vernetzung verschiedenster Institutionen, um Mensch und Tieren in einer solchen Situation helfen zu können. Eine umfassende Betreuung der Tiere ist oft nur nach Spendenaufrufen möglich.

Mucki, der Wellensittich auf dem Bild, ist ein Opfer eines Animal Hoarders. Hier kann seine Geschichte nachgelesen werden.
Rigoletto hatte das gleiche Schicksal. Seine Geschichte findet man hier. Beide Vögel wurden während einer Aktion des VWFD gerettet, versorgt und an liebevolle Federlose vermittelt.

Ausführlichere Informationen zu diesem Thema kann man hier nachlesen:
Deutscher Tierschutzbund e. V.