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Das richtige Zuhause

Der Wellensittich, ursprünglich in den Weiten der australischen Savannen beheimatet, ist ein geschickter Flieger. Sein Organismus und seine Muskulatur sind darauf ausgerichtet, große Strecken zurückzulegen. Es hat also oberste Priorität, darauf zu achten, dass das Vogelheim der kleinen Australier geräumig ist. Näheres zur Herkunft der liebenswerten Gesellen findet man hier

Artgerechte Unterbringung

An der Grundausstattung des Käfigs sollte nicht gespart werden. Empfehlenswert für ein Pärchen sind Käfige mit den Maßen 0,80 m Länge, 0,50 m Breite und 0,80 m Höhe. Bei einer richtigen Anordnung von nicht zu vielen Zweigen und Stangen entsteht somit etwas Flugraum. Dennoch benötigen die Vögel täglich mehrstündigen Freiflug.
Ein kleinerer Käfig ist nur dann akzeptabel, wenn den Vögeln ganztägig Freiflug zur Verfügung steht und der Käfig überwiegend als Rückzugsmöglichkeit und Fressplatz dient.
Der Käfig muss eckig sein und die Gitterstäbe sollten waagerecht verlaufen, damit die Vögel klettern können. Runde Käfige sind tierschutzwidrig, da die Vögel sich nicht darin orientieren können.
Weiter ist zu beachten, dass der Gitterabstand zwischen den Streben nicht mehr als 13 mm betragen sollte, damit sich die neugierigen Kletterkünstler keine Quetschungen am Kopf zuziehen können.
Die Farben der Streben sollten möglichst dunkel gehalten sein, da helle Farben Tier und Mensch blenden.

Achtung: Schwermetallvergiftung bei Vögeln durch Volieren. Dieses Thema findet sich regelmäßig in Presse und Fernsehen und diese Gefahr ist durchaus real. Wellensittiche besitzen einen starken Nagetrieb und oftmals fällt auch die Voliere diesem Trieb zum Opfer. Wer da nicht darauf achtet, dass die Voliere eine möglichst schadstofffreie Beschichtung hat und diese nicht regelmäßig auf mögliche Schadstellen überprüft, läuft Gefahr, dass sich seine Vögel eine schleichende Schwermetallvergiftung zuziehen.
Modelle ähnlich derer namhafter Hersteller sind in Internetauktionshäusern häufig äußerst preisgünstig zu finden. Leider verbirgt sich hier meistens günstig produizierte Importware. Demnach liegt die Vermutung nahe, dass auf kostspielige schadstoffarme Beschichtungen verzichtet wird.

Viele Hersteller können mit Messprotokollen zur Schadstoffbelastung der Volieren dienen, eine Nachfrage lohnt also immer.
Wer hundertprozentig sicher sein will, investiert in eine langlebige und schadstofffreie Edelstahlvoliere.

Der passende Standort:

Die Voliere hat einen guten Platz.

Um Wellensittichen einen geschützten und dauerhaften Platz zu gewähren, sind folgende Hinweise zu beachten:

  • Der Käfig sollte an einem hellen, ruhigen Platz mit der Rückseite zur Wand stehen, jedoch nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein.
  • Der Platz muss zugfrei sein. Zugluft kann bei Vögeln zu schweren Erkältungen führen.
  • Das Raumklima sollte nicht zu trocken sein. Besonders im Winter ist darauf zu achten, den geheizten Raum mit ausreichend Luftfeuchtigkeit zu versorgen.
  • Der Käfig darf nicht in der Küche stehen. Heiße Herdplatten/ Kochgeschirr, sowie Dämpfe können zu schweren Verletzungen führen oder gar tödlich enden.

Abschließend sei bemerkt, dass die kleinen Papageien es mögen und weniger ängstlich sind, wenn sie mit ihren Federlosen auf "Augenhöhe" stehen. Der Standort muss so ausgewählt werden, dass es für den Vogelhalter möglichst einfach ist, den Käfig zu säubern. Er sollte bequem mit der Hand durch die Einflugtüren greifen können, damit die Fütterung und regelmäßige Reinigung ohne größeren Aufwand durchgeführt werden kann.

Die Zimmervoliere:

Optimal für die gefiederten Pfleglinge ist eine Zimmervoliere (ein vergrößerter Käfig) mit einer Mindestlänge von 1,5 m, einer Höhe von 1,0 m und einer Breite von 0,5 m. Zimmervolieren bieten den Vögeln mehr Flugraum und sind aufgrund ihrer Geräumigkeit leicht mit Naturästen auszustatten.
Es gibt Volieren, die ähnlich aufzustellen, sind wie ein Käfig, aber auch einzelne Bauelemente, die nach individuellem Geschmack zusammengesetzt werden können.
Wir haben hier einige Selbstbau-Tipps, Erfahrungsberichte und Bauanleitungen zusammengetragen.

Die Außenvoliere:

Eine Außenvoliere mit beheizbarer angeschlossener Innenvoliere ist natürlich ein Vogelparadies. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass je nach Größe eine amtliche Baugenehmigung erforderlich ist. Zudem kann eine Schar der quirligen Australier eine Menge Lärm veranstalten, was in der Nachbarschaft nicht immer auf Begeisterung stößt.
Informationen zu Außenvolieren gibt es hier.