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Eigenbau von Zimmervolieren

Bauanleitungen und Erfahrungsberichte

Eigenbau Vogelkäfig

Maße 1 m x 0,5 m x 1 m

Fertige Käfig

von VWFD-Mitglied Stefanie Leisentritt

Vorgeschichte
Eigentlich wollten wir keinen neuen Käfig, wir hätten auch gar keinen gebraucht, wenn nicht die kleine Elsie andauernd an den Gitterstäben unseres alten Käfigs genagt hätte, die dummerweise eine Kunststoffbeschichtung besaßen, die somit nach und nach in Elsies Magen gelandet ist. Dass das nicht gesund ist, muss sicher nicht extra erwähnt werden. Also musste ein neuer Käfig mit ungiftiger bzw. nicht-abnagbarer Beschichtung her. Es kam daher nur Edelstahl – absolut ungiftig – oder eine Hammerschlagbeschichtung – kann nicht abgeknabbert werden – in Frage. Edelstahlkäfige gibt es leider nur als Sonderanfertigungen und das hätten wir uns nicht leisten können, die Käfige mit Hammerschlag-Beschichtung hatten alle nicht die Größe, die wir gebraucht hätten. Also kamen wir auf die Idee, den passenden Käfig aus Holz einfach selbst zu bauen. Auf einer bekannten Auktionsplattform im Internet haben wir dann auch sehr schnell den passenden Edelstahlvolierendraht gefunden, denn ohne diesen wäre das Bauvorhaben ja unnötig gewesen (verzinkter Volierendraht ist zwar sehr viel billiger, kann aber auch zu einer Zinkvergiftung führen). Als das Materialproblem gelöst war (dass das weit größere erst noch folgen sollte, war mir zu dem Zeitpunkt noch nicht bewusst), haben wir das Internet nach verschiedenen Bauanleitungen und Erfahrungsberichten zum Selbstbau durchstöbert und auch eine Menge Infos gefunden. Als nächstes kam die Planungs-Phase. Wir haben einen sehr genauen Plan unseres zukünftigen Käfigs gefertigt und die Maße der verschiedenen Holzteile genau ausgerechnet. Das war zwar eine etwas langwierige Arbeit, aber ich würde jedem empfehlen, sich dafür genügend Zeit zu nehmen. Denn hat man zuvor richtig und genau geplant, passt nachher beim Bau optimalerweise alles aufeinander und man muss nicht ständig nachbessern. Unseren Bauplan könnt ihr hier bewundern:

Material
Kommen wir nun – nach der Planungs-Phase – zum zweiten Teil der Vorbereitungen des eigentlichen Baus: dem Materialeinkauf.
Das Holz, welches später das Gerüst des Käfigs abgeben soll, muss sehr hart sein, da ansonsten in kürzester Zeit der Rahmen durchgenagt wäre und man mit dem Bau von vorne anfangen könnte. Es mag auch brave Vögel geben, aber wir hatten mit Elsie ja schon hinreichende Erfahrungen in diese Richtung gemacht und wären niemals ein solches Risiko eingegangen. Völlig ungeeignet für den Bau sind daher Tanne und Fichte – leider das Holz, das man in den meisten Fällen im Baumarkt bekommt. Buche und Eiche sind sehr harte Holzarten und waren daher für unser Bauvorhaben gut geeignet. Buche ist dabei etwas günstiger als Eiche, daher haben wir uns dafür entschieden. Und damit fingen auch die Probleme an: die Baumärkte in unserer Umgebung hatten keinerlei Buchenholz, nur das oben angesprochene Tannen- bzw. Fichtenholz. Wir stießen schließlich auf eine größere Holzhandlung, die Buchenholz auf Lager hatten – leider nur in drei Meter langen Dielen. Jetzt konnten wir den Joker ausspielen – nämlich unseren Opa, der gelernter Holzdrechsler ist, somit sowohl technisch als auch handwerklich perfekt gerüstet ist, um uns die Holzdiele in genau die Stücke zu zersägen, die wir für den Bau benötigten. Wer keinen solchen Joker in der Verwandt- oder Bekanntschaft hat, sollte möglichst per Telefon (spart Sprit) die umliegenden Baumärkte abklappern und explizit nach Buchenholz fragen. Baumärkte haben gegenüber den großen Holzmärkten den Vorteil, dass sie das Holz meist schon in Kanthölzern verkaufen und das Holz auch gleich auf die gewünschte Stärke sägen. Eine weitere Möglichkeit wäre, bei einem Schreiner nach Buchenholz(resten) zu fragen.
Aber wie gesagt, konnten wir das Problem glücklicherweise anders lösen. Für den Boden haben wir eine beschichtete Sperrholzplatte im Baumarkt gekauft, beschichtet deshalb, damit man den Käfigboden später leicht abwischen kann. Aus demselben Material haben wir uns noch Latten für die Außenwand der Bodenschale zusägen lassen. Die Platte hatte eine Höhe von ca. 1,5 cm, der Rahmen sollte aber 3 cm breit werden. Also haben wir für jede Seite zwei Platten nebeneinandergesetzt. Aber dazu später mehr, an dieser Stelle soll es nur den Materialbedarf verdeutlichen.
Für die Verblendungen, die später die Vögel vor den spitzen Enden des Volierendrahts schützen sollen, haben wir eine 5 mm hohe Platte aus Fichtensperrholz gekauft. Im Baumarkt direkt zusägen lassen, oder selbst daheim machen. Der Käfig sieht damit nachher auch viel schöner aus, als wenn die Enden des Drahts offen liegen würden.
Um die Holzteile des Käfigs später leichter reinigen zu können, haben wir uns entschlossen, den Käfig mit Klarlack zu lackieren. Wichtig ist, dass der Lack ungiftig ist, da die Vögel ihn natürlich auch abnagen können. Glücklicherweise gibt es sehr viele geeignete Lacke, man sollte auf ein Zeichen achten, dass den Lack als für Kinderspielzeug geeignet ausweist.

Materialliste:

  • 1 Dielenbrett aus Buche, Maße (l x b x h) 300 x 19 x 3 cm
  • 2 beschichtete Sperrholzplatten 100 x 50 cm (1,5 cm hoch)
  • 1 Fichtensperrhozplatte 100 x 50 cm (5 mm hoch)
  • 2 kleine Türscharniere
  • 1 kleiner Türriegel
  • 4 x 1 m Edelstahlvolierendraht
  • Nägel
  • Tackergerät
  • klarer Holzlack auf Wasserbasis (für Spielzeug geeignet!)

Holzeinzelteile (entweder selbst zusägen, oder gleich im Baumarkt zusägen lassen).
Beschichtetes Sperrholz:

  • 4 Stück: 8 cm x 44 cm x 1,5 cm
  • 4 Stück: 8 cm x 100 cm x 1,5 cm

Buchenholz 3 cm x 3 cm in folgenden Längen:

  • 4 Stück à 90 cm
  • 4 Stück à 94 cm
  • 4 Stück à 44 cm
  • 2 Stück à 84 cm
  • 2 Stück à 20 cm

Buchenholz 2 cm x 2 cm in folgenden Längen:

  • 2 Stück à 30 cm
  • 2 Stück à 16 cm

Fichtensperrholz 3 cm x 5 mm in folgenden Längen:

  • 8 Stück à 95 cm
  • 4 Stück à 44 cm
  • 6 Stück à 94 cm
  • 2 Stück à 50 cm
  • 2 Stück à 30 cm
  • 2 Stück à 16 cm

Kosten
Der Käfigbau hat uns insgesamt um die 140 Euro gekostet, das war weniger, als wir erwartet hatten, liegt sicher aber auch daran, dass wir das Buchenholz „am Stück“ gekauft haben und es privat zusägen lassen konnten. Nicht unterschätzen sollte man die Kosten für den Volierendraht. Wir haben ein Stück in der Größe 4 x 1 m gekauft (50 cm waren nachher übrig), das hat mit Porto rund 80 Euro gekostet.

Bauanleitung

Schritt 1 – Die Bodenschale
Die beschichtete Sperrholzplatte mit den Maßen 100 x 50 cm bildet die Bodenplatte des Käfigs. Damit Einstreu und Futterspelzen nicht so leicht aus der Bodenschale herausfallen können, bietet es sich an, einen etwas höheren Rahmen auf die Bodenplatte zu setzen. Ich habe mich für eine Rahmenhöhe von 8 cm entschieden. Da der Rahmen aus demselben Holz wie die Bodenplatte ist, die Platte aber nur 1,5 cm hoch, musste ich die Leisten jeweils doppelt nehmen, mit Holzleim zusammenleimen und zur Stabilisierung noch zusammennageln. Dieser Schritt war deshalb nötig, weil sämtliche anderen Rahmenteile aus Holz die Maße 3 x 3 cm haben werden und nichts überstehen sollte. Die doppelten Sperrholzleisten werden nun auf die Bodenplatte genagelt und die Bodenschale ist fertig.

Die Bodenschale

Schritt 2 – Käfiggerüst aus Buchenholz fertigen
Nun wird es etwas komplizierter. Beim Anfertigen des Gerüsts ist es wichtig, immer darauf zu achten, dass die einzelnen Holzteile im rechten Winkel zueinander stehen. Man sollte seine Arbeit also immer wieder mit einer Wasserwaage überprüfen, damit später nichts schief und damit instabil ist.
Je zwei Holzstücke mit 94 und 44 cm bilden das Dachgerüst. Diese werden jedoch nicht direkt miteinander verbunden, sondern jeweils an die Seite eines der vier 90 cm langen Stücke, die später senkrecht stehen werden, geschraubt. Ebenso wird mit den vier Holzteilen, die den unteren Abschluss des Käfigs bilden, verfahren. (Siehe Abb.) Das Außengerüst des Käfigs ist fertig.
Die Tür mit einer Größe von 20 x 30 cm soll später etwa in der Mitte der Käfigfront sitzen. Hierzu nimmt man zunächst die zwei Holzstücke mit einer Länge von jeweils 84 cm und legt sie parallel auf einen Tisch oder den Fußboden. Nun werden die beiden Stücke mit jeweils 20 cm Länge im rechten Winkel zwischen die beiden Längeren Holzstücke, die auf dem Tisch liegen, geschraubt, in einem Abstand von 30 cm zueinander. Auf welcher Höhe die beiden kürzeren Stücke angebracht werden, hängt davon ab, auf welcher Höhe sich später die Tür befinden soll. Ich habe sie in der Mitte angebracht. Nun wird dieses Holzgerüst zwischen Dachrahmen und unterem Rahmen geschraubt, der Abstand zu den äußeren Pfosten sollte etwa gleich sein, damit die Tür in der Mitte liegt. Das Außengerüst samt Türöffnung ist nun fertig.

Holzgerüst

Schritt 3 – Tür fertigen
Die Tür wird nun extra angefertigt. Dazu nimmt man die Buchenhölzer mit den Maßen 2 x 2 cm und fertigt daraus einen Rahmen, entweder zusammenschrauben oder nageln. Damit die Tür nachher nicht in der Türöffnung stecken bleibt, sollte man die Außenseite des Rahmens etwas abschleifen.
Nun wird aus dem Edelstahlvolierendraht ein passendes Stück mit den Maßen 30 x 20 cm herausgeschnitten und auf den Buchenholzrahmen getackert. Anschließend nagelt man die passenden Verblendungen aus Fichtensperrholz über den Draht. Es sollten keine Drahtenden mehr zu sehen sein. Wenn man möchte, kann man sämtliche Holzteile der Tür nun lackieren, man kann damit aber auch warten, bis man den restlichen Käfig lackiert. Wer möchte, kann an der Tür einen kleinen Türknauf anbringen, mit dem man die Tür später leichter öffnen kann.

Schritt 4 – Volierendraht anbringen
Tür beiseite legen und sich wieder dem großen Holzgerüst zuwenden. Der Volierendraht soll nun aufgetackert werden. Hierzu den Draht zuerst in passende Stücke schneiden – ein Dachteil, zwei Seitenteile, ein Rückenteil und insgesamt vier Teile für die Käfigfront. Darauf achten, dass man nicht aus Versehen die Türöffnung auf mit Draht bestückt.
Ist der Draht zugeschnitten, wird er von außen auf den Buchenholzrahmen aufgetackert. Darauf achten, dass der Draht straff gezogen wird, sonst beult er nachher leichter aus.

Schritt 5 – Verblendungen anbringen
Ist der Rahmen komplett mit Volierendraht bezogen, nagelt man die passenden Verblendungen aus Fichtensperrholz außen auf den Draht. Hierbei ist eine Besonderheit zu beachten: wie euch vielleicht schon aufgefallen ist, wurde das Käfiggerüst noch nicht mit der Bodenschale verbunden. Die beiden Teile sollen auch gar nicht fest miteinander verbunden werden, da somit später die Reinigung erleichtert wird. Dennoch wäre es eine recht wacklige Angelegenheit, wenn man das Gitteroberteil nur auf die Bodenschale stellen würde. Die acht Verblendungen für die vier senkrechten Rahmenteile sind jeweils 5 cm länger als eigentlich benötigt, also 95 cm anstatt 90 cm. Diese acht Verblendungen werden nun so festgenagelt, dass die 5 cm an der unteren Seite überstehen. Sie geben später den nötigen Halt und verhindern ein Verrutschen des Gitteroberteils.

Schritt 6 – Holzteile lackieren
Nach dem Anbringen der Verblendungen ist der Käfig beinahe fertig. Für eine bessere Reinigung sollte man nun noch alle Holzteile mit einem klaren Holzlack lackieren. Nicht vergessen, die Tür zu lackieren, falls nicht schon vorher geschehen. Beim Lackieren sollte man unbedingt darauf achten, einen Lack auf Wasserbasis zu benutzen, der speichelfest und für Kinderspielzeug geeignet ist. Diese Lacke sind ungiftig und können nach dem Trocknen bedenkenlos den Wellensittichen ausgesetzt werden. Wegen der Lackdämpfe sollte der Käfig auf keinen Fall in der Nähe der Vögel lackiert werden. Außerdem nach dem Lackieren den Käfig ausreichend auslüften lassen.

Schritt 7 – Tür anbringen
Der letzte Schritt besteht darin, die Tür mit zwei Scharnieren am Käfigrahmen anzubringen. Auf der anderen Seite schraubt man einen kleinen Türriegel am Käfigrahmen fest. Fertiger Käfig Der Käfigbau ist nun erfolgreich abgeschlossen!

Einbauvoliere im Dachgeschoss

Maße je nach Platzangebot

Einbauvoliere Dachgeschoss

von VWFD-Mitglied Manuela Güth

Dieser Bericht ist weniger eine Bauanleitung als ein Beispiel dafür, dass selbst in der ungewöhnlichsten Ecke noch Platz für eine Zimmervoliere sein kann, mit ein bisschen Fantasie und Vorstellungsvermögen.
Eigentlich hatte ich nie vor selbst eine Zimmervoliere zu bauen, aber es kam anders. "Schuld" daran war mein damaliges Unvermögen, bei jungen Wellensittichen das Geschlecht richtig zu bestimmen. So kam es, dass ich vor etwas mehr als drei Jahren statt zweier Pärchen nur noch einen Hahn für drei Hennen hatte, weil ich, statt eines jungen Männchens eine Junghenne mit hellblauer Wachshaut gekauft hatte. Da meine Wellis mit dieser ungünstigen Konstellation gar nicht einverstanden waren, stand ich also vor der Wahl, die junge Henne gegen einen Hahn zu tauschen oder eine größere Behausung für meine Geier zu beschaffen. Allerdings konnte ich keine größere Voliere finden, die in meiner Dachgeschosswohnung Platz gefunden hätte, jedenfalls nicht, wenn ich meine Wohnzimmermöbel behalten wollte. Die passende Ecke war schnell ausgemacht und leer geräumt.

Die passende Ecke

Als Baumaterial wählte ich Buchenleimholz, da dieses den nagewütigen Schnäbeln meiner gefiederten Mitbewohner hoffentlich lange standhalten würde. Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass die Gipskartonwände meinen Dübelversuchen nicht standhalten würden. Die ersten Versuche die Buchenhölzer an der Wand zu befestigen, endeten mit im Nirwana verschwundenen Dübeln und durchdrehenden Schrauben. Schließlich verzichtete ich komplett auf Dübel in den Wänden und schraubte die Konstruktion direkt an der Wand, dem Boden und den Dachschrägen fest. Zwar hat nicht jede Schraube gehalten, aber insgesamt ist die Konstruktion so stabil genug. Als Boden wähle ich der einfachen Reinigung wegen ein gut ausgelüftetes Stück PVC-Belag.
Auf dem folgenden Bild ist gut das Größenverhältnis zwischen der Zimmervoliere und dem alten Käfig meiner damaligen vier Wellensittichen zu erkennen:

Größenverhältnis

Als großes Problem entpuppte sich die von mir geplante Volierendecke. Eigentlich wollte ich Volierendraht an den Deckenbalken befestigen, aber es gelang mir nicht, den Draht sicher daran festzumachen. Nach tagelangem Grübeln verbaute ich Buchenholzbretter zur Decke. Ursprünglich hatte ich geplant, die Wände einfach mit Plexiglas zu verkleiden, da sich die Voliere so am leichtesten reinigen ließe. Nachdem ich aber im Forum des VWFD von einem Fall gelesen hatte, in dem das Plexiglas als Volierenwand wieder abgebaut worden war, weil man daran nichts befestigen konnte, verzichtete ich darauf. Im Nachhinein bin ich sehr froh darüber. So wurde die Voliere von allen Seiten mit Volierendraht versehen, an dem sich die Einrichtung gut befestigen ließ. Hier die fertige Voliere, vor dem Einzug meiner Vögel:

Die fertige Voliere

Ursprünglich hatte ich wandhängende Näpfe für Futter, Wasser und Grit gewählt, diese wurden aber leider von einigen meiner Wellis sehr schnell zweckentfremdet, sodass ich inzwischen auf Bodenfütterung umgestiegen bin.

Bodenfütterung

Eckvoliere

Maße 1,30 m x 1,00 m x 2,00 m (BxTxH)

Einbauvoliere Dachgeschoss

von Katja und Steffen

Wir möchten Euch hier ein paar ausgewählte Fotos vom Bau unserer Zimmervoliere für unsere (bis jetzt ;-) 6 Russköpfchen zeigen. Es befarf einer sehr guten Vorbereitung, wenn so ein Vorhaben "ins Haus" steht.
Wir hatten alle nötigen Materialien am Vortag organisiert, um ohne unnötige Zwischenstops zügig arbeiten zu können. Samstag früh 9 Uhr sollte es losgehen. Jedoch das Wichtigste vergessen. SCHRAUBEN! Also nochmal die umliegenden Baumärkte abgeklappert und passende Schrauben gesucht. Dies hat allerdings 2 gute Stunden gebraucht. Aber dafür hatten wir dann die Richtigen. So, schnell wieder nach Hause und losgehämmert. Zuerst haben wir den Boden mit Rahmen und danach das Dach mit Draht versehen.

BodenelementDachelement

Auf den Boden wurde das Gerüst geschraubt, und darauf dann das Dach. Und schon ist so ziemlich die Hälfte geschafft. Nun mussten die einzelnen Türen (3 Stück) aus Leisten gefertigt und mit Draht bespannt werden.

GerüstverbindungBoden/Gerüst

Mit ein paar Scharnieren und Türschließern wurden die Türen am Rahmen fest gemacht. Zu guter Letzt noch mit mühsamer Arbeit den Draht auf die restlichen freien Seiten getackert.

DrahtbespannungTürscharniere

Und nach knapp 10 Stunden Arbeit zu viert ist die 1,30m x 1,00m x 2,00m große Voliere für unsere Piepser fertig. Na dann kann die Dekoration und der Einzug endlich beginnen.

Fertige VoliereBoden mit Einstreu
Fertig eingerichtet

Logo

Wir bedanken uns bei Katja und Steffen, dass wir die Bauanleitung von dieser Website entführen durften.

Eigenbau einer Notfall-, Urlaubs- oder Pflegevoliere

Maße 1,13 m x 0,79 m x 1,09 m

Fertige Käfig

von VWFD-Mitglied Renate Hoffmann

Bauanleitung

Am Anfang stehen Planungen. Da ich zwei Garten-Klapptische mit einer Grundfläche von je 60 cm breit und 80 cm tief habe, bilden diese beiden die variable Basis der Voliere. Die Voliere soll transportabel sein, aber den Tieren den bestmöglichen Platz bieten. Darum werde ich einige Teile mit Scharnieren verbinden, die verschiedenen Elemente werden dann noch mit Schrauben und Flügelmuttern verbunden. Folgende Elemente benötige ich: 2 Stück mit je einer halben Rückseite und eine Seite, eine klappbare Front mit zwei Türen, ein Dach, ein Boden. Die Elemente werden mit Alu-Vierkantrohren, Steckverbindern, Edelstahldraht und Blindnieten hergestellt.

Werkzeug und Kleinteile

Die Vierkantrohre werden ggf. auf die passende Länge gesägt (ich habe eine Stichsäge genommen) und zusammengesteckt.

Elemente zusammenbauen

Nun werden die klappbaren Elemente mit Scharnieren verbunden. Vorher genau ausprobieren, wie das Scharnier sitzen muss. Ist eine Blindniete erst einmal drin, bekommt man sie nicht wieder heraus.

Die Scharniere anbringen Element mit Scharnier

Nun kommen die Löcher für die Verdrahtung dran. Ich habe die Nieten im Abstand von 10 cm gesetzt, entsprechend markiert und gebohrt.

Bohrungen anzeichnen Bohren

Ich habe Edelstahldraht von einer 25-Meter-Rolle genommen und es war ganz schön schwer, den Draht passend zu den Elementen abzurollen und zu schneiden. Die Rolle rutscht hin und herrollt sich auf und ohne stabile Arbeitshandschuhe sollte man das nicht machen, sonst sieht man hinteher aus, als hätte man mit einer wilden Katze gekämpft.

Drahtgröße abmessen Draht anbringen Draht zuschneiden

Nun kommen die Blindnieten mit Unterlegscheiben an die Reihe. Der Draht sollte dabei möglich straff gespannt werden, sonst bilden sich Beulen…

Drahtbefestigung mit Blindnieten Drahtbefestigung mit Blindnieten

Zum endgültigen Zusammenbauen werden noch die Löcher für die Verbindungsschrauben gebohrt. Zum leichteren Wieder-Zusammen-Setzen habe ich die Löcher nummeriert: gleiche Nummern müssen zusammen. Da durch die Scharniere zwischen den einzelnen Elementen ein kleiner Abstand entsteht, habe ich auch bei den Schrauben, die die Elemente verbinden, einen „Abstandshalter“ mit eingefügt, eine zusätzliche Mutter. Dies sollte bei der Planung berücksichtigt werden.

Elemente zusammensetzen

n meiner Voliere gibt es zwei Türen: eine Große zum Einrichten und Saubermachen, und darin noch eine Kleine zur täglichen Versorgung.

Hier sieht man die Türen

Da die Zeit drängte, habe ich die Verschlüsse der Türen erst nach Bezug durch Notfalltiere angebracht. Als „Schmutzschublade“ benutze ich eine passend zugeschnittenen Wachstuchdecke, die ich vorher sehr lange habe auslüften lassen.

Fast fertige Voliere Fast fertige Voliere

Nach praktischer Erprobung dieses ersten Versuchs stelle ich fest: Die große Tür dürfte nur halb so hoch sein. Die Öffnung reicht völlig aus und da der obere Teil dann nicht offensteht können die Wellis nicht so leicht ausbrechen, während man in der Voliere hantiert.

Zum Adventskalender

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Klassische Voliere

Maße 1,00 m x 1,00 m x 2,00 m (BxTxH)

Einfache Voliere

von Katja und Steffen

Hier nun ein kleiner Bericht über unsere 2. Voliere, nachdem die erste fast aus den Nähten bzw. Tackern platzte. :-) Nein, ganz so schlimm ist es nicht, da wir allerdings unsere Rudi mit Anhang wieder nach Hause holen wollten, und Russköpfchen und Rosenköpfchen in einer Voliere wohl dem Namen "Liebesvögel" nicht unbedingt nachkommen, haben wir uns für eine 2.Voliere entschieden.
Also fix Blumenstöcke etc. in einem anderen Zimmer "gestapelt" um Platz für das neue Möbelstück zu schaffen. Der Ablauf unterscheidet sich nicht sehr von dem der ersten Voliere.

Materialien

Zunächst wurden die Materialien besorgt. Da im Baumarkt Siebdruckplatten eher eine Seltenheit sind, und die Voliere innerhalb von 24 Stunden stehen, und Bezugsfertig sein musste, haben wir uns für eine beschichtete Spanplatte entschieden. Diese wird ihren Dienst hoffentlich genauso so gut wie eine Siebdruckplatte verrichten.

BodengerüstBoden/Gerüst

Den Rest konnten wir ohne Probleme im Baumarkt auffinden. Als Besonderheit für Voliere Nummer 2 haben wir an der Seite zum Sofa die Volierenwand mit Plexiglas anstatt mit Draht verkleidet. Dies ist zwar etwas kostenintensiver, aber dafür schmutzundurchlässig und optisch sehr ansprechend.

Plexiglaseinbau

Die Arbeitsschritte sind fast dieselben, da Voliere 2 eigentlich genau nach den Plänen von Voliere 1 gefertigt wurde, nur mit anderen Maßen.
Insgesamt haben wir Alles in Allem 14 Stunden zu zweit an diesem Bauvorhaben gearbeitet. Und das 1,00m x 1,00m x 2,00m große Ergebnis ist für 2 Informatiker mit fast reinen Tastaturgelenken doch sehenswert. Das sollte so manchem Mut machen, der bis jetzt an seinen handwerklichen Fähigkeiten gezweifelt hat. ;-)

DrahtbespannungTüreinbau

Logo

Wir bedanken uns bei Katja und Steffen, dass wir die Bauanleitung von dieser Website entführen durften.

Regalumbau

Maße 1,20 x 0,50 x 1,24 m (BxTxH)

Voliere aus Regalumbau

von Nina und Thomas

Grundlage für unsere Voliere bildet das Regal IVAR von IKEA©. Benötigt haben wir insgesamt folgende Materialien:

  • 4 Seitenwände IVAR 124 cm x 50 cm
  • 2 Holzbretter 120 cm x 25 cm für den Boden; Dicke 18 mm
  • ca. 7 Meter Volierendraht mit einer Maschengröße von 12,7 mm x 12,7 mm; Drahtdicke ist 1,05 mm (wir hatten eine Rolle 5 m x 1 m, und eine Rolle 5 m x 0.5 m)
  • Rechteckleisten für die 4 Vordertüren: Maße ca. 52 cm x 30 cm unten, 52 cm x 83 cm oben (sollte man nach Fertigstellen des Gerüstes noch mal genau ausmessen); Dicke 20 mm x 15 mm
  • Rechteckleisten für die Rahmen (damit die Wellis nicht an den scharfen Drahtkanten beim Freiflug hängen bleiben): in den Maßen der Vordertüren und zusätzlich 4 x 120 m, 7x 129 cm, 6x 50 cm; Dicke 20 mm x 5 mm
  • 8 Scharniere für die Türen
  • 4 Haken + Ösen zum Verriegeln der Türen
  • 6 Balkenwinkel zur Stabilisierung
  • 3 Metallverbindungen zum Anschrauben zur Befestigung des Bodens
  • 6 Holzdübel
  • außerdem Holzschrauben und Werkzeug, insbes. Säge, Bohrer, elektr. Tacker, Drahtzange, Holzleim (ohne Lösungsmittel), Metallfeile und einen Holzschleifbogen.

Boden:
Die beiden Holzbretter mit den Metallverbindungen aneinander schrauben (einer unten drunter mittig, je einen an jeder Seite); die Seitenteile werden im Boden "versenkt", dafür haben wir an den jeweiligen Aufsatzstellen die Balken angemalt (also an den beiden Außenseiten und in der Mitte), und dann die Rechtecke mit der Stichsäge aus dem Boden ausgesägt.

Grundgerüst:
Die drei Seitenteile mittels der Balkenwinkel mit dem Boden verbinden, vorher aus dem Mittelteil die mittlere Querlatte rausbrechen (am besten in der Mitte durchsägen und dann durch hin- und herdrücken rausholen, die sind mit nem Tacker-Stift innen befestigt; später kann man da wunderbar einen Ast anbringen und die Vögel haben mehr Platz), In die sechs oberen Enden nun Löcher für die Holzdübel vorbohren und die Holzstifte mit einem Tropfen Holzleim bis zur Hälfte dort versenken. Das Ganze schaut dann so aus:

Grundgerüst mit Boden

Drahtgitter:
Zunächst Mal muss die 4. Seitenwand um 4 cm gekürzt werden, anzeichnen und absägen. Dann wird's etwas knifflig: genau ausmessen, wo die Holzdübel angebracht sind (mit einer Wasserwaage und einem Zollstock klappt das recht gut, die Voli soll ja gerade werden, was wir 100% mit viel Genauigkeit beim Messen hinbekommen haben ;-) ), an dem Dachgitter anzeichnen und ebenfalls Löcher für die Dübelverbindung anbohren, etwas Leim hineingeben, zusammenklopfen und erst mal über Nacht auf dem Dach stehen lassen (wir haben auch noch die Ecken mit Büchern beschwert, damit da wirklich alles fest wird). Da zwischen den beiden Querverstrebungen dieses Regals an Seite und Decke Lücken entstehen, haben wir diese noch mal zusätzlich durch ein Stück Holz abgedichtet. Das dient nachher auch der Befestigung des Drahtes am Gerüst. Hier sieht man diese (abgedichteten) Lücken von innen (Wir hatten dazu noch Restholz, das wir dann einfach genau an die Ecken angepasst und eingeklebt haben):

Lückenfüllung

Türrahmen:
Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, die genauen Abstände für die Vordertüren auszumessen. Wir haben Latten von 20 mm x 15 mm für die eigentlichen Rahmen benutzt, wobei die 20 mm die Sichtseite des Rahmens sein sollte und die 15 mm die Innenseite des Rahmens. Also genau aufzeichnen und nachrechnen, wie die Maße sein sollen! Und ab zum Baumarkt.

Maßskizze Türrahmen

Dort bekommt man die Latten nämlich nach den eigenen Maßen geschnitten (wir benötigten 8 Latten von 240 cm Länge für die Rahmen und dann noch mal insgesamt 11 schmalere für die Abdeckungen). Unsere Türen sahen dann so aus:

Türrahmen

Das sind die kleinen für unten. Erst mal nimmt man sich eine der Querseiten des Rahmens (müsste eine ca.52er sein), darauf legt man eine 30er-Längsseite, mit ein bisschen Leim aneinander kleben, dann die andere 30er an die andere Ecke kleben, eine 52er oben drauf. Der erste Rahmen ist fertig. Mit den anderen auch so verfahren. Wenn alles so weit hält, die Ecken noch mal von jeder Seite mit einem Tacker aneinander heften.

Drähte:
Wenn alles soweit fertig ist, können die Drähte zugeschnitten werden. Für die vier Vordertüren, die beiden Seiten, die Decke und die Rückwand (2 Teile). Also noch mal alles nachmessen und aufschreiben, so das die Drähte an allen Rahmen ca. bis zur Mitte des Holzes reichen. Dabei darauf achten, das man immer ein volles Quadrat der Maschen am Rand hat, damit die Befestigung nachher hält. Der Draht wird auch mittels eines Tackers am Holz befestigt. Bei den Türen sollte man erst noch die Scharniere anbringen. Jeweils zwei pro Türe. Dabei darauf achten, ob die Schrauben evtl. durch das Holz durchdringen und diese dann ab pitschen und mit einer Metallfeile glattfeilen. Dann kann auch hierüber der Draht gelegt und angetackert werden.

Verdrahtung

Verkleidung:
Als nächstes ist die Verkleidung dran. Hierfür werden die schmalen Holzleisten über die Drahtränder auf das Holz getackert. Das ist unser Probestück, aber da sieht man gut, wie das ganze funktionieren soll. Für den Freiflug ist die Voliere jetzt verletzungssicher abgedeckt.

Verkleidung

Nun können auch die Türen an die Vorderseite der Voliere angebracht werden. Am Ende noch die Haken und Ösen an den Türen anbringen, so das man die obere und untere Türe getrennt voneinander öffnen und verschließen kann. FERTIG !

Fertige Voliere

Sinnvolle Ergänzungen:
Als Schale für das Buchenholzgranulat in unserer Voli haben wir aus Styropor Kästen gebastelt und diese dann mit Klebefolie peinlich genau abgedichtet. So sind die Schalen abwaschbar und aus jeder Seite rausnehmbar zum Granulat wechseln. Die Lücken haben wir ebenfalls durch ummanteltes Styropor-Stangen ausgefüllt.

Kotschubladen

Außerdem wollen wir als nächstes noch den Außenrand mit Plexiglasscheiben unten abdichten, damit nicht soviel Dreck aus der Voliere rausfallen kann.
Zum Befestigen der oberen Türen bei Freiflug haben wir bis jetzt einen Karabinerhaken benutzt, der durch ein Sisalseil mit der Deckenstange verbunden ist. Der lässt sich wunderbar im Gitter einhaken, allerdings wölbt sich der Draht mittlerweile auf Grund der Belastung durch die Wellis. Wir suchen noch nach einer besseren Lösung.

Die Kosten für unsere Voli lagen insgesamt etwa bei 160€, wir haben ca. eine Woche, inklusive der Baumarktbesuche, daran gearbeitet.