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Fenstervoliere

von Uwe (Forumsnick:"uweotto")

Die Wellis in der Fenstervoliere

Jeder, der Wellensittiche in einem Zimmer hält, kennt das Problem des offenen Fensters bzw. der ausreichenden Belüftung. Auch ich habe lange überlegt, wie ich an Frischluft, ohne Gefahr des Ausbüchsens meiner “Biester”, komme. Zu Anfang habe ich einfach einen 2. Fensterrahmen aus Holz mit Fliegendraht gebaut, und diesen vor das offene Fenster gestellt. Eine Lösung, die mich aber nicht zufrieden stellte.
So entstand die Idee, einfach einen Käfig an das offene Fenster von außen zu installieren. Da ich das Glück habe, in einem Betrieb mit eigener Schlosserei zu arbeiten, ging ich mit meinen Vorstellungen zu meinem Lieblingsschlosser. Und los ging es.

Die Maße:

In meinem Fall entsprechen sie genau dem Fensterrahmen außen, plus 500 mm in der Tiefe.

Das Material:

  • Hier haben wir rostfreien V2A (Edelstahl) verarbeitet
  • Volierendraht, z. B. aus dem Baumarkt
  • Ungiftigen Industriekleber
  • 8 Holzschrauben aus Edelstahl (rostfrei)

Die Umsetzung der Idee

Fertige Voliere

Aus Winkelprofilen wurde exakt den Fenstermaßen entsprechend, ein rechteckiger Kasten geschweißt. Die drei äußeren Seitenteile und das „Dach“ wurden mit Volierendraht verschlossen. Hier kam der giftfreie Industriekleber zum Einsatz. Für den Boden wurde eine Platte, aus ebenfalls rostfreiem V2A, angefertigt. Das Blech wurde auf Maß geschnitten entgratet. Die Bodenplatte wird einfach in den Käfig gelegt. Das hat den Vorteil, dass ich bei geschlossenem Fenster diese Platte einfach entferne, von unten in den Käfig steige, und so die Gitter im Stehen reinigen kann.

Montierte Voliere

Nun ist der Käfig im Prinzip fertig. An der offenen Seite wurden rechts und links jeweils 4 Bohrungen mit 3 mm Durchmesser eingebracht. Da mein Fensterrahmen aus Holz besteht, konnte ich nun einfach mit den 8 rostfreien Holzschrauben den Käfig am Rahmen festschrauben. (Bei Kunststofffenstern funktioniert es unter Verwendung von Dübeln genauso. Nur Achtung: Der Fensterrahmen ist beschädigt, entfernt man den Käfig! Den Holzrahmen kitte ich einfach zu!)
Bei den, heute üblichen, wärmegedämmten Kunststofffenstern, müssen Spezialdübel verwendet werden. Normale Schrauben oder Dübel würden eine Kältebrücke im Profil bilden und so die Wärmedämmung zerstören. In diesem Fall hat man vielleicht die Möglichkeit den Käfigrahmen größer zu bauen, und ihn in der Außenmauer zu verankern.

Achtung: Bei einer Mietwohnung immer vorher um Erlaubnis fragen!

Die Einrichtung

Angeschraubter Ast

Da der Boden aus blankem Edelstahl besteht, habe ich hier nun eine Kunststoffplatte mit Griff, zum einfachen Entfernen, daraufgelegt. Mittlerweile lege ich noch Haushaltspapier auf: die einfachste Methode zum Sauberhalten. Weiterhin kommt auf den Boden ein Schälchen mit Grit und Sand. An die Decke wurden 2 “Schaukeln” gehängt – eine Gekaufte und eine selber gefertigte, sowie anschraubbare Äste, die einfach am Gitter befestigt werden, sowie ein, an beiden Enden, mit Haken versehener Ast, der wackelt halt immer so schön.

Wackelast Sitzschaukel

Fazit: Ich habe mir viel zu lange Zeit mit der Umsetzung gelassen. Die “Biester” sind begeistert und nutzen ihren Freikäfig bei jedem Wetter. Sie lieben Wind und Regen, leider werden sie nicht nass, da es sich um den Balkon handelt. Sie wollen immer raus, auch wenn es mir zu kalt ist. Also eine tolle Sache.