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Frischkost

So kommt auch noch gleich Bewegung ins Spiel!

Obst, Gemüse und Kräuter - Gesundes, das super schmeckt!

Obst, Kräuter und Gemüse sind wertvolle Lieferanten von Mineralstoffen und Vitaminen. Sie sollten täglich auf dem Speiseplan unserer Wellis stehen und ihnen in wechselnder Folge angeboten werden.
Grundsätzlich sollte möglichst unbehandelte Frischkost angeboten werden, am besten natürlich aus dem eigenen Garten oder alternativ dazu in Bio-Qualität. Wichtig ist, dass es frisch ist. Angeschimmeltes Obst und Gemüse darf nicht mehr verfüttert werden, auch wenn nur kleine Stellen davon betroffen sind. Verwelkte oder verfaulte Pflanzenteile können schwere Verdauungsstörungen verursachen.
Wird das Obst und Gemüse im Kühlschrank gelagert, sollte es erst angeboten werden, wenn es sich auf Zimmertemperatur erwärmt hat. Dass es vor dem Verzehr gut gewaschen sein muss, ist eigentlich selbstverständlich. Plastiktüten eignen sich zur Aufbewahrung von Frischkost nicht, da sich im luftabgeschlossenen Milieu sehr schnell Bakterien und Pilze vermehren. Dies kann eine Ursache für Kropf- und Darmentzündungen sein.
Bei der Gabe von Frischkost muss man oft Geduld aufbringen und ausprobieren. Nicht alles wird von den Wellensittichen gleich angerührt und zunächst stur verweigert. Da sollte man hartnäckig bleiben und es trotzdem immer wieder anbieten. Irgendwann merken die kleinen Gourmets, dass es gar nicht so übel schmeckt.

Zum Ausdrucken - Frischkost-Tabelle - Alle Informationen stets griffbereit

Fit durch Frischkost

Sind die Kräuter noch feucht, steht einem kleinem Badespass nichts im Wege

Rumsitzen ist langweilig und macht dick. Wellensittiche sind neugierige Hausgenossen und nur gelangweilte Tiere machen aus ihrem Fressen eine Hauptbeschäftigung. Gerade mit Frischkost kann man den Spieltrieb der kleinen Neugierigen sehr gut fördern. So lädt ein Salatblatt gerne zum Baden ein oder ein Büschel Kräuter am Vogelspielplatz wird zu einer interessanten Spielwiese. Auch das „Schreddern“ einer Möhre, oder das Zerrupfen eines Golliwoog® macht Spaß.
Wird das Grünzeug an nicht so leicht zugängliche Stellen angebracht, animiert dies die Wellensittiche zu Bewegung. Das hält sie fit und gesund.
Die Liste der Obst- und Gemüsesorten, die angeboten werden können, ist sehr vielfältig. Hier einige Beispiele:

Gemüse

Ein Gemüsespieß - LECKER!
  • Aubergine
  • Blattsalat
  • Chili
  • Chicorée
  • Erbsen, frisch
  • Fenchel
  • Frühlingszwiebel
  • Kohlrabi
  • Karotte (Möhre)
  • Kartoffel, gekocht
  • Kürbis
  • Lauch (Porree)
  • Lauchzwiebel
  • Mais, frisch
  • Mangold
  • Paprika
  • Nicht jeder Welli mag jedes Gemüse - nur nicht aufgeben!
  • Peperoni
  • Radieschen
  • Rettich
  • Rote Bete, frisch
  • Salatgurke
  • Sellerie
  • Spinat, frisch
  • Tomate*
  • Zucchini

*Bei Tomaten den Strunk entfernen, dieser hat einen sehr hohen Blausäureanteil. Auch grüne Stellen sollen großflächig entfernt werden.

Achtung: Avocados sind hochgiftig und dürfen auf keinen Fall verfüttert werden!
Auch grüne Bohnen, Pilze und Spargel sind nicht geeignet.

Im Salat wird auch gern gebadet ...

Salate

  • Bataviasalat
  • Eichblattsalat
  • Eisbergsalat
  • Endiviensalat
  • Feldsalat
  • Frisée
  • Kopfsalat
  • Lollo rosso
  • Löwenzahn
  • Römersalat
  • Rucola
  • Salatherzen

Obst

Das schmeckt!
  • Ananas
  • Apfel
  • Aprikose
  • Banane
  • Birne
  • Blaubeere
  • Brombeere
  • Clementine
  • Erdbeere
  • Feige
  • Granatapfel
  • Guave
  • Hagebutte
  • Heidelbeere
  • Himbeere
  • Johannisbeere, rot / schwarz
  • Kaki
  • Kaktusfeige
  • Karambole (Sternfrucht)
  • Kirsche
  • Kiwi
  • Litschi
  • Mandarine
  • Mango
  • Melone
  • Mirabelle
  • Nektarine
  • Orange
  • Papaya
  • Pfirsich
  • Pflaume
  • Quitte
  • Sharon
  • Stachelbeere
  • Weintraube
  • Zwetschge

Steinobst sollte immer ohne Kerne gegeben werden, da diese sehr blausäurehaltig sind.
Zitrusfrüchte wie Grapefruit, Pampelmuse, Pomelo Zitronen und Limonen sind sehr säurehaltig. Deshalb sollte man sie nicht anbieten.

Gartenkräuter

Petersilie findet man vielleicht im eigenen Garten
  • Bärlauch
  • Basilikum
  • Beifuß
  • Bohnenkraut
  • Borretsch
  • Brunnenkresse
  • Dill
  • Fenchelgrün
  • Estragon
  • Karottengrün
  • Kerbel
  • Koriandergrün
  • Kresse
  • Liebstöckel (Maggikraut)
  • Und die Wellis lieben sie
  • Majoran
  • Melisse
  • Minze1
  • Oregano1
  • Petersilie2
  • Pimpinelle
  • Sauerampfer
  • Schnittlauch
  • Thymian1
  • Zitronenmelisse

1) Können in geringen Mengen verfüttert werden. Aber nicht zu viel geben, denn die hohe Konzentration der darin enthaltenen ätherischen Öle hat auch eine medizinische Wirkung und kann somit überdosiert werden!
2) Achtung! Petersilie enthält das giftige Apinol und Myristicin, deshalb nur in geringen Mengen anbieten!

Wildpflanzen

Weißklee - mögen die Wellis auch sehr gern
  • Frauenmantel
  • Gänseblümchen
  • Glatthafer
  • Kapuzinerkresse
  • Klee, rot / weiß
  • Hirtentäschelkraut
  • Hirse
  • Johanniskraut
  • Knaulgras
  • Löwenzahn (komplett)
  • Ringelblume
  • Rispengräser
  • Salbei
  • Schafgarbe
  • Sonnenhut
  • Spitzwegerich
  • Eine ungedüngte naturbelassene Rasenfläche sieht im Frühjahr so aus - Welli-Buffet
  • Vogelmiere
  • Vogelknöterich
  • Vogelwicke
  • verschiedene Gräser
  • Brennnessel (Blätter jung, klein geschnitten)
  • Brennnessel (Samenstände reif / halb reif, getrocknet)
  • Kamille
  • Brunnenkresse
  • Nachtkerze (Samen reif / halb reif)
  • Beinwell
  • Breitwegerich
  • Giersch

Zu beachten ist, dass man Wildkräuter nicht an befahrenen Straßen oder auf gespritzten Feldern ernten soll. Die Schadstoffbelastung ist sehr hoch. Auch sollte man nur soviel ernten, wie wirklich frisch angeboten wird.
Die unterirdischen Teile der Pflanze sollten unberührt bleiben, damit sie sich wieder erholen kann. Pflanzen, die unter Naturschutz stehen, dürfen selbstverständlich nicht geerntet werden.
Man sollte sich vergewissern, dass es sich auch wirklich um das richtige Wildkraut handelt. Viele Pflanzen ähneln sich und können bei Vögeln zu Vergiftungen führen.

Frische Zweige

  • Obstbäume (auch mit Blüten)
  • Buche
  • Ulme
  • Weide
  • Kastanie
  • Ahorn

Es macht den gefiederten Freunden sehr viel Spaß, an den Blättern zu knabbern und an der Rinde zu nagen.
Da kommt keine Langeweile auf!

Golliwoog©

Golliwoog©

Diese Pflanze stammt aus den tropischen Bereichen Lateinamerikas. Sie ist reich an Wasser, Kalzium, Rohfaser und Vitamin A. Somit ein gutes Ergänzungsmittel für alle Ziervögel.
Sie wird im Online-Versandhandel angeboten, oder auch in gut sortierten Zoohandlungen.

Mit Sicherheit ist diese Aufzählung von Frischkost, die man seinen Vögeln anbieten kann, nicht vollständig. Bei Fragen kann man sich jedoch jederzeit gerne an unser Forum wenden.


Tipps zum Selbstanpflanzen

Hafer - einfach ein Korn in Erde stecken

Eine flache Schale oder ein geeigneter Blumenuntersetzer wird zu 1/3 mit ungedüngter Erde gefüllt. Darüber kann zum Beispiel Hirse, ungeschälten Hafer, Gerste, Vogelfutter (ohne Hafer), Grassamen, Kresse- oder Vogelmieresamen gegeben werden. Die Schale mit normalen Vogelsand auffüllen (um die Schimmelbildung zu verhindern). Das Ganze feucht halten. Nach bereits einer Woche ist leckeres Grünfutter gewachsen.
Gerade im Winter, wenn das Frischkostangebot nicht so groß ist, freuen sich unsere gefiederten Freunde über diese Delikatesse.
Wer keinen Streifzug durch die Natur machen kann, und trotzdem immer Frisches anbieten möchte, kann sich auch eine Ecke im heimischen Garten anlegen. Garantiert immer frisch und unbehandelt. Auch in Blumenkästen auf dem Balkon sind schnell ein paar Samen gepflanzt.