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Giftige Zimmerpflanzen

Viele Zimmerpflanzen, die in unseren Wohnungen stehen, sind für Wellensittiche mehr oder weniger giftig. Dies ist besonders gefährlich, weil Wellensittiche für ihr Leben gerne alles benagen, was ihnen vor den Schnabel kommt. Auch wenn sich nach dem Knabbern an einer Pflanze nicht sofort das Befinden eines Vogels verschlechtert, kann dieses mit der Zeit zu Gesundheitsschäden führen. Im Zweifelsfalle ist es immer besser, eine Pflanze zumindest während des Freifluges aus dem Zimmer zu verbannen oder zumindest ausreichend abzudecken.

Die folgende Liste soll das Erkennen giftiger Pflanzen erleichtern.
Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Angaben wurden von uns sorgfältig geprüft, dennoch können wir keine Garantie für ihre Richtigkeit übernehmen.
Pflanzen mit widersprüchlichen Angaben finden sich weder auf dieser Liste, noch auf der Liste der ungiftigen Pflanzen. Bei neueren Erkenntnissen zu bestimmten Pflanzen würden wir uns über eine Benachrichtigung mit wissenschaftlicher Quellenangabe freuen.

Nähere Informationen zum Thema: Geeignete und ungeeignete Zimmerpflanzen, der Universität Zürich

  • Alpenveilchen (Cyclamen spp.)
  • Begonie (Begonia spp.)
  • Bogenhanf (Sansevieria spp.)
  • Christusdorn (Euphorbia milii)
  • Dieffenbachie (Dieffenbachia spp.)
  • Efeu (Hedera spp.)
  • Efeutute (Epipremnum aurem)
  • Einblatt (Spathiphyllum spp.)
  • Fensterblatt (Monstera deliciosa)
  • Flamingoblume (Anthurium spp.)
  • Gummibaum-Arten (Ficus spp.)
  • Klivie (Clivia miniata)
  • Korallenbäumchen (Solanum pseudocapsicum)
  • Kroton, Wunderstrauch (Codiaeum variegatum)
  • Oleander (Nerium oleander)
  • Passionsblumen-Arten (Passiflora spp.)
  • Philodendron (Philodendron spp.)
  • Schefflera (Schefflera spp.)
  • Stechpalme (Ilex spp.)
  • Tabakpflanze (Nicotania)
  • Usambaraveilchen (Saintpaulia spp.)
  • Wandelröschen (Lantana camara)
  • Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima)
  • Yucca (Yucca spp.)
  • Zimmerimmergrün (Catharanthus roseus)

Ein kurzes Wort noch einmal speziell zu besonders häufig vorkommenden Zimmerpflanzen aus der Liste:

Drachenbaum

Pflanzen wie der Bogenhanf, Drachenbaum und Yucca (auch Palmlilie genannt) tauchen in unterschiedlichen Listen mal als ungiftig, dann wieder als giftig auf. Die Blätter dieser Pflanzen enthalten Steroidsaponine, welche bei Katzen und Hunden als Verursacher von Schleimhautreizungen und sogar Blutzersetzungen mit Todesfolge verantwortlich gemacht wurden. Diese Wirkungen sind bis jetzt bei Vögeln noch nicht nachgewiesen, wir raten allerdings trotzdem zur Vorsicht.

Lieber einmal zu vorsichtig mit einer Pflanze sein, als die Gesundheit seiner Lieblinge zu gefährden.

Birkenfeige

Eine ebenfalls sehr beliebte Zimmerpflanze ist der Ficus. Hiervon werden bei uns unterschiedliche Arten verkauft, wie etwa der so genannte Gummibaum, die Birkenfeige (Ficus Benjamina), der Feigenbaum, der Kletterficus (auch Kletterfeige genannt), usw. Diese Ficuspflanzen gehören zur Gattung der Maulbeerbaumgewächse. Ihr Milchsaft enthält u. a. flavonoide Verbindungen und Furocoumarine. Diese können zu Irritationen der Haut und Schleimhäute, sowie Erbrechen und Durchfall führen. In größeren Mengen kann es sogar zu Lähmungen und Krämpfen bis hin zum Tod kommen.
Wie bereits im Text über die Sicherheit im Freiflugzimmer erwähnt wurde, sollten sämtliche Kakteenarten grundsätzlich aus dem Wellensittichzimmer entfernt werden. Ihre Stacheln besitzen oftmals kleine Widerhaken, wodurch es zu äußerst schmerzhaften und langwierigen Verletzungen kommen kann.

Eine Zusammenfassung dieser Liste der giftigen Zimmerpflanzen als PDF.