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Vogelbäume

Ein Vogelbaum ist für die Wellensittiche ein beliebter Spiel- und Versammlungsort außerhalb des Käfigs oder der Voliere. Idealerweise steht der Baum in einiger Entfernung zum Welliheim, so werden die Vögel zum Fliegen animiert. Das trainiert die Muskeln und eventuell vorhandene Fettpölsterchen.
Ein sonniger Standort, vielleicht an einem Fenster oder auch mittem im Raum wird gerne angenommen, je höher desto lieber.

Wichtig bei allen Vogelbäumen sind eine gute Stabilität und ein fester Stand. Mit Spielzeug und frischen Ästen dekoriert, ein kleines Welliparadies.

Bambusbaum

Vogelbaum

Für den Baum benötigt man:

  • 4 Bambusstangen von 1,80 m Länge
  • 1 großen Blumentopf
  • ca. 10 kg Gips
  • Naturäste
  • Bindedraht
  • Paketband
  • Sand
  • Spielzeug

Schritt 1:

Gips nach Vorschrift direkt im Blumentopf anrühren, Bambusstangen hineinstecken und einen kurzen Moment festhalten.

Schritt 2:

Sand (kann durch jedes andere Material wie z. B. BHG beliebig ausgetauscht werden) über den Gips geben.

Schritt 3:

Äste auf passende Länge zurecht sägen und zwischen die Bambusstangen binden. Den Abstand wählt man Idealerweise so, dass die Wellis einzelne Äste nur fliegend erreichen können. Zunächst werden die Äste mit Bindedraht am Bambus befestigt, die Drahtenden gut verstecken. Um Verletzungen an den Füßen zu verhindern, wird der Bindedraht anschließend mit Paketband umwickelt.

Schritt 4:

Spielzeug im Baum verteilen.

Naturbaum

Der fertige Baum Benötigtes Material

Für den Baum benötigt man:

  • 1 Ast / kleiner Baum, mit vielen Verzweigungen
  • 1 Christbaumständer, robust
  • ca. 20 – 30 faustgroße Steine
  • 1 Gefäß
  • Vogelsand oder zwei Bretter
  • evtl. weitere Äste
  • Spielzeug, Seile …

Schritt 1:

Zuerst muss ein passender Ast gewählt werden, der möglichst viele waagrechte Verzweigungen aufweist, die den Vögeln später als Sitzäste dienen, und an denen gleichzeitig weitere Äste befestigt werden können. Die Länge des Hauptastes entspricht nachher der Höhe des Vogelbaums, sollte also so lang wie möglich gewählt werden, da Wellensittiche gerne weit oben sitzen. Ist der Baum jedoch zu hoch, kann er instabil werden. Geeignete Holzarten findet man hier.
Blätter, Flechten oder Moose sind für den Vogel nicht schädlich und können am Ast belassen werden. Sinnvoll ist es jedoch, den Ast vor dem Einsatz als Vogelbaum gründlich abzuschrubben – wegen seiner Größe geschieht dies am besten im Freien.

Der passende Ast

Schritt 2:

Möchte man vermeiden, dass Kothäufchen auch außerhalb des Gefäßes, in dem der Vogelbaum später steht, auf den Boden fallen, sollte man alle Seitenäste so kürzen, dass sie nicht über den Gefäßrand hinausschauen. Es ist aber auch kein Problem, den Fußboden unter dem Vogelbaum mit Zeitungspapier, Küchenrolle oder durchsichtiger Wachstischdecke vor Kot zu schützen.

Schritt 3:

Ein stabiler Stand ist sehr wichtig

Nun stellt man den Christbaumständer etwa in die Mitte des Gefäßes. Als Gefäß kann man eine Plastikbox, einen Blumenkübel oder Ähnliches verwenden.
Als nächstes wird der Ast in den Christbaumständer gestellt und dort sicher fixiert.
Mit den etwa faustgroßen Steinen werden nun das Gefäß und die Hohlräume des Christbaumständers ausgefüllt. Dies verleiht dem Vogelbaum die nötige Standfestigkeit. Wenn diese Arbeit beendet ist, sollte man überprüfen, ob der Vogelbaum sicher steht und nicht umkippen kann. Es ist jedoch normal, dass beim Landen und Abfliegen der Baum geringfügig wackelt, wie dies bei Bäumen in der Natur ebenfalls der Fall ist.

Schritt 4:

Die Kotabdeckung

Für das Auffangen der Kotbällchen gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Möglichkeit: Man füllt die Räume zwischen den Steinen mit Vogelsand auf und bedeckt selbige mit einer dicken Schicht. Diese obere Schicht sollte nun wöchentlich oder je nach Verschmutzung abgetragen und durch frischen Vogelsand ersetzt werden.
2. Möglichkeit: Man besorgt sich im Baumarkt zwei Holzbretter, die zusammen genommen das Gefäß komplett bedecken. Dort, wo der Ast aus dem Gefäß ragt, wird in jedes Brett ein Halbkreis gesägt. Die beiden Bretter können nun von links und von rechts über das Gefäß geschoben und bei Verschmutzung einfach abgewaschen werden.

Schritt 5:

Ein Welliparadies

Die Rohfassung des Vogelbaums ist nun fertig und kann durchaus schon den Vögeln angeboten werden. Möchte man den Baum noch etwas interessanter gestalten, kann man zusätzliche Äste anbringen, die regelmäßig durch frische ersetzt werden können. Auch Seile zum Klettern, verschiedenes Spielzeug und kleine Leckerbissen wie Kolbenhirse verschönern den Vogelbaum.