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3. Licht - Picos Happy End

Hallo liebe Wellifreunde,

heute berichte ich Euch meine Geschichte, denn ich habe großes Glück gehabt. Was das ist, ein glückliches Leben, habe ich aber erst spät erfahren. Aber von Anfang an: ich kann mich nicht mehr erinnern wie mein Leben genau anfing, ich habe nur blasse Erinnerungen an Kuscheln, an Wärme, Geborgenheit und, dass ich gefüttert wurde.

Pico im Transportkäfig

Diese Zeit war aber sehr kurz und ich zog bei einem riesigen Vogel ein. Das war mein neuer Partner. Er zwitscherte nicht sondern sprach ganz anders als ich. Ich bemühte mich ihn zu verstehen, denn ich glaube er mochte mich. Aber ich wusste nie, was er sagte. Ich hatte ihn schrecklich lieb, denn er brachte mir Körner und Wasser. Immer wieder versuchte ich, mit ihm zu schnäbeln, zu kuscheln und ihm zu sagen, dass er mich nicht alleine lassen solle. Das war immer die schlimmste Zeit, wenn ich alleine auf meinem harten Ast saß. Ich sehnte mich nach meinem Partner. Ohne ihn war das Leben langweilig und trist.
Und dann passierte es: mein Partner ging fort und kam nicht mehr zurück. Ich war am Boden zerstört. Nun war ich ganz alleine und hatte niemanden mehr, der mit mir sprach. Die Federn an meinem Kopf fielen zum Teil aus, ich bekam eine Glatze.
Aber mein Leben sollte sich zum Guten wenden. Es kamen andere von den großen Vögeln und nahmen mich mit. Als wir angekommen waren sah ich, was ich nie für möglich gehalten hätte: einen Vogel der so klein war wie ich. Er sprach meine Sprache und er verstand mich.
Ich kann gar nicht beschreiben wie glücklich ich war. Wir verstanden uns sehr gut und unternahmen alles gemeinsam. Meine Federn auf meinem Kopf wuchsen wieder weil ich so glücklich war.

Allerdings sollte mein Glück nicht von Dauer sein, denn mein Freund rührte sich eines Tages nicht mehr. Er wollte einfach nicht aufwachen, egal was ich tat. Von Die neue Henne ist noch skeptischdiesem Tag an war ich wieder alleine mit den großen Vögeln. Sie waren sehr nett und sprachen oft mit mir. Aber die Leere in mir wollte nicht weichen...nur die Federn auf meinem Kopf verabschiedeten sich wieder einmal.
Nach einer sehr langen Zeit holte mich wieder einer der großen Vögel ab und ich zog um. Ich hörte nebenan ganz viele kleine Vögel. Aber ich konnte nicht zu ihnen. Stattdessen musste ich Zeug trinken, das gar nicht schmeckte. Das Essen war gut, aber es schmeckte mir nichts. Ich wollte unbedingt zu den kleinen Vögeln und schrie nach ihnen. Und dann zog ein kleiner Vogel in den Käfig mir gegenüber. Der war ganz anders als mein Freund. Ich sah das erste Mal ein Mädchen. Aber auch zu ihr durfte ich nicht. Die großen Vögel tun immer so nett und verwehren einem aber den größten Wunsch, den man hat.

Wir werden Freunde

Dann kam der große Tag, der alles verändern sollte. Das wusste ich damals natürlich noch nicht und der erste Teil des Tages war furchtbar stressig. Der große Vogel begrüßte mich morgens besonders fröhlich und wickelte mein Haus dann ein. Es waren komische Geräusche zu hören und mein Häuschen bewegte sich.
Nach einer Ewigkeit stand endlich alles still und ich wurde befreit. Schon wieder andere große Vögel die mich anstarrten. Und dann sah ich sie: ein wunderschönes Blau mit Weiß und eine Figur wie eine Göttin. Ich hatte wieder einen Partner, ein echtes Mädchen. Sie war nur für mich. Sie freute sich ebenso über meinen Einzug wie ich. Jetzt bin ich richtig glücklich, denn ich habe endlich meinen Traumpartner gefunden. Ich werde sie immer lieb haben, mich um sie kümmern und alles mit ihr gemeinsam machen. Hoffentlich muss ich nie wieder allein sein.