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1. Die unterschiedlichen Zuchtmethoden

Offene Naturbrut

Die Wellensittiche leben im großen Schwarm, zur Brutsaison werden ihnen ausreichend Brutmöglichkeiten angeboten – es erfolgt keine Separierung der Brutpaare. Das Brüten findet in einer großen Flugvoliere und im Schwarmverband statt.

Vorteile

  • Besonders artgerecht, da naturnah.
  • Paare finden sich selbst und somit den genetisch besten Partner.
  • Dem natürlichen Ablauf wird möglichst dicht gefolgt, das kommt den Küken zugute.
  • Es findet eine natürliche Auslese statt.

Nachteile

  • Die Brutabfolge ist nicht gut zu beobachten, bei Schwierigkeiten kann schlecht eingegriffen werden.
  • Kranke Küken werden nicht so schnell entdeckt.
  • Die natürlichen Konkurrenzkämpfe können schlimme Auswirkungen haben.

Zucht in separaten Boxen

Paare werden vom Schwarm separiert und brüten in einem Käfig.

Vorteile

  • Bestmögliche Zuchtkontrolle und leichtes Eingreifen.
  • Kranke Küken werden frühzeitig erkannt.
  • Der Arbeitsaufwand z. B. beim Säubern ist leichter zu bewerkstelligen.
  • Es kommt nicht zu Konkurrenzkämpfen und deren Folgen (Bissattacken unter den Hennen, Zerstörung von Nestern durch Hennen).

Nachteile

  • Der Brutablauf wird stark diktiert – er ist somit nicht mehr naturnah.
  • Es erfolgt keine natürliche Auslese.
  • Jedes Paar, mit dem gezüchtet werden soll, kann grundsätzlich zur Brut animiert werden, selbst wenn es unter “freiwilligen” Umständen nicht damit anfangen würde.

Aus tierschutzrechtlicher Sicht spricht nichts gegen beide Zuchtweisen. In der Praxis haben sich oft "Mischmethoden" durchgesetzt.

 

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