Tierschutz

So denken wir

Wellensittiche: Wer kennt sie nicht als das Haustier, das bei Oma und Opa in einem kleinen Käfig auf der Fensterbank stand …

Kleine Tiere - geringe Ansprüche: Das ist falsch und das denken nicht nur wir.

Andere europäische Länder haben bereits die Ansprüche auch von Kleintieren in ihre Tierschutzgesetze aufgenommen und da sollte Deutschland nachziehen. Zwar ist die artgerechte Haltung auch im deutschen Tierschutzgesetz verankert, doch sie ist unpräzise und lässt zu viel Spielraum in ihrer Auslegung zu.

Wellensittiche brauchen:

  • Wenigstens einen artgleichen Partner, besser und tiergerechter ist ein kleiner Schwarm mit Tieren unterschiedlichen Geschlechts in ausgewogenem Maß.

  • Täglichem Freiflug bei Tageslicht, eine angepasste artgerechte Körnerfütterung mit gutem Futter. Zusatzfütterung mit Frischkost wie Ästen, Gräsern, Kräutern und Gemüse. Täglich frisches Wasser.

  • Keine winzigen Gefängnisse sondern großzügige Käfige bzw. Volieren. Eine gesetzliche Vorschrift, welche die Mindestmaße der Käfiggröße und den Freiflug regelt.

  • Eine tiergerechte Käfigeinrichtung und Gestaltung des Freiflugraumes mit natürlichen geeigneten Materialien wie Obstbaumästen, Kork und Naturseilen. Einen Käfig, der nicht verzinkt oder mit giftigen Beschichtungen versehen ist.

  • Einen Halter, der bereit ist, mit den Tieren zu einem fachkundigen Tierarzt zu fahren. Der finanziell in der Lage ist, die ärztliche Versorgung, die Ausstattung und laufende Kosten der Haltung zu bezahlen.

Wellensittiche sind keine Schmusetiere. Ihre Ansprüche sind nicht so gering, wie Ihnen die Zoofachhändler gern glauben machen wollen und leider ist ihre Population aufgrund der schlechten Zuchtbedingungen von Krankheiten befallen, die schlimme Folgen haben können. Macrorhabdiose, PBFD und Polyoma … Begriffe, die für engagierte Wellensittichhalter keine Fremdwörter sind und bei Wellensittichen, die sich in der Obhut von unerfahrenen und uninteressierten Haltern befinden, leider bis zum Tod führen können.

Daher sähen wir es – so wie viele andere Kleintierschutzvereine – gern, wenn es auch für Kleintiere die Pflicht gäbe, sich einem Wissenskurs zu unterziehen, wenn man an die Anschaffung von Wellensittichen denkt.

Wir würden es begrüßen, wenn Amtstierärzte schneller und härter durchgreifen würden. Wenn sich vermeintlich kleine Missstände zeigen: wie z. B. die Einzelhaltung, viel zu kleine Käfige, darüber hinaus kein oder zu wenig Freiflug oder bei einer Überbelegung. Denn auch zu große Gruppen in kleinen Zimmern bedeuten Stress für die Tiere. Gern argumentieren Halter von Großschwärmen, dies sei natürlich, doch auch in der Natur finden sich so große Schwärme nur zu Wanderungen, bei lang anhaltenden Dürren und zur Brut ein. Eine dauerhafte Enge führt zu Konkurrenzverhalten und Dauerstress bei den Tieren. Zumal eine Haustierhaltung keinerlei Möglichkeiten bietet, dass die Tiere ihren Lebensraum bei Bedarf vergrößern könnten. Zudem ist auch die hygienische Belastung bei Mensch und Tier nicht zu unterschätzen. Haltungsmissstände

Wir fordern, dass keine Wellensittiche mehr im Handel verkauft werden dürfen. Oftmals werden Tiere unnötig lange transportiert. Aus unkontrollierten Zuchtanlagen bezogen und leider durch nicht ausgebildetes Personal in schlechte Hände verkauft.

Wir wünschen uns, dass die Züchter genauer kontrolliert werden. Sogenannte Hobbyzüchter suggerieren mit der Bezeichnung, dass sie eine liebevolle Zucht pflegen, doch selten lautet das Ziel der Züchter, gesunde Tiere zu züchten. Zuchtmethoden
Im Besonderen gehören Qualzuchten (Standardwellensittiche, Haubenwellensittiche) grundsätzlich verboten.

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